Kleine Tipps
- Den Reis warm mit Sesamöl und Salz würzen, aber vor dem Rollen leicht abkühlen lassen.
- Füllungen nicht zu nass machen, sonst reißt das Algenblatt.
- Das Messer vor dem Schneiden leicht anfeuchten oder einölen.

Koreanische Reisrollen
Kimbap sieht schlicht aus, aber die kleinen Details machen viel aus: gut gewürzter Reis, nicht zu nasse Füllungen und ein festes Rollen.
Kimbap wird auch Gimbap geschrieben. In Korea ist es ein beliebtes Gericht für Picknick, Lunchbox oder einen einfachen Familienabend.
Koreanisches Kimbap unterscheidet sich von japanischem Sushi. Japanisches Sushi besteht in der Regel aus "Essigreis," der mit Zutaten wie dünn geschnittenem rohem Fisch, Ei oder Garnelen belegt und sorgfältig geformt wird. Die Zutaten und der Reis trennen sich nicht und schmelzen im Mund – eine echte Kunst! (Nicht jeder kann Sushi machen – ich auch nicht.)
In Deutschland habe ich viele Sushi-Restaurants besucht, und ich finde, dass "YABASE" in Düsseldorf eines der besten Sushi-Restaurants ist. Selbst außerhalb Japans kann man hier authentisches und unglaublich leckeres Sushi genießen!
Koreanisches Kimbap hingegen wird hergestellt, indem gewürzter Reis auf ein Seetangblatt (Gim) verteilt, mit verschiedenen Zutaten belegt und dann zu einer Rolle gewickelt wird. Anders als japanisches Sushi enthält Kimbap selten nur eine Zutat. Traditionelle Kimbap-Rollen enthalten normalerweise Eistreifen, Karotten, Surimi, Spinat oder Gurke, gebratene Wurzeln und eingelegten Rettich (Danmuji).
Dies ist die Basisversion von Kimbap, und viele Variationen sind möglich. Man kann z. B. Würstchen, Bulgogi oder Kimchi hinzufügen. Besonders beliebt ist auch Thunfisch-Kimbap.
Obwohl ich in Korea selten Kimbap gemacht habe, mache ich es in Deutschland oft, weil es schwierig ist, authentisches Kimbap hier zu finden.
Heute stelle ich Ihnen die Basisversion des Kimbaps vor – perfekt für Anfänger.
Reis
Den Reis gründlich waschen. Für den Reiskocher Reis und die gleiche Menge Wasser zusammen mit 3 Stück Dashima (Kelp), 1 Esslöffel Zucker, 1 Esslöffel Salz und 1,5 Esslöffel Olivenöl in den Reiskocher geben und das Programm für weißen Reis starten. Wenn Sie den Reis im Topf kochen, verwenden Sie die gleichen Zutaten und folgen Sie der Anleitung im Rezept „Wie man Reis kocht“. Nach dem Kochen das Dashima entfernen. 3 Esslöffel Sesamöl und reichlich geröstete Sesamsamen zum Reis geben und vorsichtig mit einem Reisspatel vermischen.
Gurke
Die Gurke längs in 10 Streifen schneiden und dabei die Kerne entfernen. Mit 0,5 Esslöffel Salz bestreuen und 30–40 Minuten ziehen lassen. Danach abspülen und überschüssiges Wasser gut ausdrücken. Die Gurkenstreifen kurz in einer Pfanne ohne zusätzliches Öl anbraten, damit weitere Feuchtigkeit verdampft.
Eistreifen
Die Eier gut verquirlen und eine Prise Salz hinzufügen. In einer etwa 24 cm großen Pfanne dickere Omeletts braten; dafür etwa 2–3 Eier pro Portion verwenden. Die Omeletts etwas abkühlen lassen und anschließend in etwa 1–1,5 cm breite Streifen schneiden.
Karotten
Die Karotten in feine Julienne-Streifen schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Karotten darin anbraten. Mit etwa 0,5 Teelöffel Salz und etwas Pfeffer würzen und weiterbraten, bis die Karotten weich, aber noch leicht bissfest sind. Beiseitestellen.
Surimi
Die Surimi-Stäbchen je nach Länge und Dicke der verwendeten Marke vorbereiten. Falls nötig, längs halbieren. Für jede Kimbap-Rolle genügend Surimi bereitlegen, sodass die Füllung über die gesamte Breite der Rolle reicht.
Danmuji
Den Danmuji in lange Streifen vorbereiten. Der eingelegte gelbe Rettich sorgt für die typische knackige, leicht säuerliche Note von Kimbap. Fertig geschnittenen Danmuji finden Sie häufig in asiatischen Lebensmittelgeschäften oder koreanischen Online-Shops. Falls er nicht erhältlich ist, können Sie selbst eingelegten Rettich verwenden oder ihn ausnahmsweise weglassen.
Kimbap rollen
Ein Blatt Gim mit der glänzenden Seite nach unten auf eine Bambusmatte legen. Eine dünne, gleichmäßige Schicht des gewürzten Reises auf dem Seetang verteilen. Eistreifen, Gurke, Karotten, Surimi und Danmuji nebeneinander auf den Reis legen. Das Kimbap mithilfe der Bambusmatte fest aufrollen und dabei darauf achten, dass die Füllung zusammenbleibt.
Fertigstellen
Die fertige Kimbap-Rolle außen leicht mit Sesamöl bestreichen. Mit einem scharfen Messer in etwa 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Falls das Messer klebt, die Klinge zwischendurch leicht reinigen. Direkt servieren und genießen.